Kräuter-Safari: Ein botanischer Spaziergang durch unsere Region

Huflattich, ein Frühlingsbote … Unterwegs am Spielberg bei Gunzenhausen mit den Kräuter-Expertinnen Heike Klischat und Maria Braun-Gentner Bald haben wir den 20. März – den offiziellen Frühjahrs-Beginn. Auch am Spielberg, wo es durch die Nordhanglage immer etwas rauer ist, zeigen sich bereits die ersten Frühlingsboten von Ihrer „blühenden“ Seite. Der Huflattich hat es dabei besonders eilig einer der Ersten zu sein. Seine Vitalität und Durchsetzungsvermögen lassen einen glatt neidisch werden. Sobald die Temperaturen, dank der ersten Sonnenstrahlen, etwas Wärme verbreiten, streckt er auf einem langen Stängel seinen goldgelben Blütenkopf der Sonne entgegen ( Blütezeit: Februar bis April). Erst nach der Blüte bemüht sich der Huflattich auch seine langgestielten Laubblätter zu präsentieren. Wir finden den Huflattich an Weg- und Grabenrändern, auf Schutthalden, in Kiesgruben und auf Bahndämmen, vorzugsweise auf lehmigen Böden. Meist sind dies weniger attraktive Plätze, die aber durch die Huflattichblüte eine hundertprozentige Aufwertung erfahren. Die erst später erscheinenden Laubblätter sind im Umriss rundlich herzförmig und am Rande gezähnt. Diese Form erinnert an einen Pferdehuf und hat der Pflanze Ihren Namen gegeben. Die Blattoberseite erscheint dunkelgrün. Ganz typisch für den Huflattich sind die weißfilzigen Unterseiten der Blätter. Früher wurden die Blätter als Tabakersatz oder auch als Ansatz von Sirup verwendet. In der Küche können wir vor allem die Blüten verwenden. Aufgekocht als Sirup, Honig oder Gelee geben die Huflattichblüten unseren Süßspeisen eine milde, leicht herbe Note. Huflattichblüten sind die...

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