Die Woche der Brüderlichkeit ist von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit initiiert. Sie dient der Förderung des christlich-jüdischen Dialogs. Das Jahresthema lautet: „Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“. In Ansbach wird sie am 11. März 2019, 19.30 Uhr in der Karlshalle feierlich eröffnet.

Freitag, 8. März 2019
(Internationaler Frauentag) 19:30 Uhr, Gotische Halle im Stadthaus
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1

Das Mädchen im Strom

Lesung und Gespräch mit Sabine Bode
Der erste Roman von Sabine Bode handelt von einer jungen Frau, die eine gut situierte Kindheit in Mainz verlebt und sich dann als Jüdin gezwungen sieht, Deutschland zu verlassen. Mit gefälschten Papieren wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die Flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg und beginnt ein neues Leben.

Freitag, 8. – Sonntag, 31. März 2019
19:30 Uhr, Gotische Halle im Stadthaus
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1

„Wenn Menschen schweigen, reden Steine“

Im Stadthaus wird eine Fotoausstellung des Fotoclubs Bechhofen über den jüdischen Friedhof von Bechhofen und die 1938 zerstörte Scheunensynagoge gezeigt. Auch Begleitliteratur wird ausgestellt. Ausstellungsgespräch am 20.03.2019 um 17 Uhr.

Montag, 11. März 2016, 19:30 Uhr,
Karlshalle, Kulturzentrum am Karlsplatz

Eröffnung mit Grußworten und Konzert

Zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit gastiert in Ansbach das „Jewish Chamber Orchestra Munich“. Das Ensemble spielt Werke von Gustav Mahler (1860-1911) – Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit. Der Dirigent und Moderator, Daniel Grossmann, erzählt zwischen den Liedkompositionen aus Mahlers Frühwerk aus dem frühen Leben des später weltberühmten Komponisten. Ein Grußwort der Schirmherrin der Woche der Brüderlichkeit, Oberbürgermeisterin Carda Seidel, und einführende Worte von Pfarrer Dr. Johannes Wachowski eröffnen den Abend.

Mittwoch, 13. März 2019, 16:00 Uhr
Gemeindezentrum Beringershof, Johann-Sebastian-Bach-Platz 5

Jüdische Märchen – Märchen für Erwachsene

Geschichten aus dem Alten Testament und der Neuzeit, im schillernden Gewand des Märchens, vermitteln einen tiefen Eindruck vom jüdischen Glauben, Brauchtum und jüdischer Weisheit. Dauer ca. 1 Stunde.

Donnerstag, 14. März 2019, 19:30 Uhr
Gotische Halle im Stadthaus, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1

Der schmale Grat – Antisemitismus und Kritik an der Politik Israels

Die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben das Thema Antisemitismus in Öffentlichkeit und Medien erneut wichtig werden lassen. Im besten Fall herrscht Uneinigkeit und auch Unwissen darüber, was wir heute unter Antisemitismus verstehen. Zu viele sehen darin immer noch ausschließlich den rassistischen, nationalsozialistisch geprägten Judenhass, der zum Holocaust geführt hat – nicht aber die subtileren Formen und nicht diejenigen, die den israelbezogenen Antisemitismus ausmachen.

Freitag, 15. März 2019
Abfahrt 13:30 Uhr, Bahnhofsplatz Ansbach, Rückkunft ca. 18:00 Uhr,
Teilnahmegebühr: 10,- € für Bus u. Führung

Jüdisches Bechhofen
Studienfahrt Der Synagogenplatz, die Erinnerungsmauer und der große jüdische Friedhof mit über 2.300 Grabsteinen bergen viele Spuren jüdischen Lebens in Bechhofen. Die erste Friedhofsdokumentation und die Forschungen der letzten Jahre brachten viele Geschichten und Schicksale der ehemaligen Bechhöfener Juden wieder zum Vorschein.
Führung: Herbert Dommel, Heimatpfleger

Samstag, 16. März 2019, 10 bis 12 Uhr
Synagoge, Eingang Rosenbadstraße 3

Offene Synagoge mit Infozentrum
Die Ansbacher Barocksynagoge hat die Zeit des Nationalsozialismus nahezu unbeschadet überstanden. Der nach Plänen von Leopoldo Retty im Rokokostil errichtete Baukörper ist seit über 50 Jahren musealen Zwecken gewidmet.

Sonntag, 17. März 2019, 11:15 Uhr
Friedhofseingang, Josef-Fruth-Platz

Führung durch den jüdischen Friedhof Ansbach

Als „Judenbegräbnis“ vor etwas mehr als 200 Jahren im Norden der Stadt angelegt, wurden auf dem jüdischen Friedhof bis 1938 über 500 Ansbacher Gemeindemitglieder bestattet. Nach der Schändung in der NS-Zeit konnten 117 Grabsteine gerettet und wieder errichtet werden. Der Friedhof ist nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Neben Informationen zur Geschichte der Anlage referiert der Historiker Alexander Biernoth auch fachkundig über die Biographien der hier bestatteten Gemeindeglieder.

Während der ganzen Woche besteht für Schulklassen die Möglichkeit, die Synagoge zu besichtigen.

Anmeldung:
Amt für Kultur und Tourismus, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1,
91522 Ansbach, Tel. 0981/51243, akut@ansbach.de

Veranstalter der Woche der Brüderlichkeit:
Stadt Ansbach, Katholische Erwachsenenbildung Ansbach-Neustadt/Aisch e.V., Evangelisches Bildungswerk, Frauenring Ansbach, Gleichstellungsstelle der Stadt Ansbach, Frauenkreis St. Gumbertus, Frankenbund-Gruppe Ansbach