Fotos: privat

Heidi und Peter Pohl geben nach 33 Jahren
ihre beliebte Tanzschule in jüngere Hände

Veronika Bernhard und Stefan Meyerhöfer
starteten am 1. Januar 2019

 

Aus Finnland stammt wohl dieses Zitat, das immer wieder gerne zitiert wird, wenn es um die magische Wirkung des Tanzens auf das menschliche Wohlbefinden geht.

Dass dieser Traum nicht zum Albtraum wird, verdanken viele Menschen ihren Tanzlehrerinnen und Tanzlehrern. Die Zeiten von „eins-zwei-drei-Wiegeschritt-Abschlussschritt“ sind vorbei, denn neue Motivations- und Anleitungssprüche ertönen in den deutschen Tanzschulen.

Viele Ansbacher haben ihre ersten Versuche in der Tanzschule unter den gestrengen Augen des Tanzlehrerehepaares Brönner absolviert. Und wer als junger Mensch nicht wusste, wie man sich in Gesellschaft benimmt, bekam dort einige Anregungen mit.

Nach den Brönners haben Heidi und Peter Pohl, als Nachfolger 33 Jahre lang, die Geschicke der Tanzschule in der Oberhäuserstraße in Ansbach und in Gunzenhausen geleitet. Und sie haben das in diesen drei Jahrzehnten mit so viel Herzblut und Leidenschaft getan, dass kaum jemand daran gedacht hat, dass beide irgendwann einmal aufhören werden.

Nun ist es geschehen: Seit 1. Januar 2019 wurde aus Heidi & Peter nun Vroni (Veronika) & Stefan.

Was für eine glückliche Fügung! Veronika und Stefan haben ihre Tanzkarriere als Tanzschüler bei Heidi und Peter gestartet und seitdem die Tanzschule nicht wieder verlassen – es sei denn zu Ausbildungsterminen als Tanzlehrer. Und so sind Stefan seit 2002 und Veronika seit 2007 reguläre Tanzlehrer, die ihre dreijährige Ausbildung in Theorie und Praxis erfolgreich absolviert haben.

Dabei ging es nicht nur darum, die richtige Schrittfolge verschiedenster Tänze (als Dame und Herr) zu erlernen, sondern auch viel zum Thema Kommunikation, Rhetorik, Motivation mitzubekommen. „Nicht jeder ist als Tänzer geboren“, so Veronika. „Wir wurden ausgebildet, Geduld mit den unterschiedlichen Lerntypen zu entwickeln. Sehen, hören, fühlen und führen will auch im Tanzbereich gelernt sein“.

Wie bei ihren ehemaligen Tanzlehrern sind auch bei Veronika und Stefan alle Altersgruppen zum Tanzen lernen eingeladen – von den „Windelrockern“ (ab 2 Jahren) bis zu den aktiven Seniorinnen, die mit ‚Movita’ ihr eigenes Bewegungskonzept haben.

Veronikas Leidenschaft sind jedoch die ‚Solotänze’. Bei ‚Zumba’ und ‚Videoclip Dancing’ powert sie nicht nur sich aus, sondern motiviert viele junge und junggebliebene zum rhythmischen Bewegen zu Musik. Darüber hinaus ist sie „Ansbachs erste ausgebildete Kindertanzlehrerin“, so der stolze Ausbilder, Peter Pohl. Dabei wird sie unterstützt von Heidi Pohl, die über Jahrzehnte hinweg ihren Traumjob mit viel Freude und Leidenschaft in Kindergärten und der Tanzschule durchgeführt hat.

Für Stefan sind die Erwachsenenkurse und –tanzkreise ebenso wichtig, wie die vielen Hochzeitskurse, die sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen. „Wer an seiner Hochzeit mit Wiener Walzer, Discofox, Blues und Foxtrott glänzt, legt einen guten Start für eine gemeinsame Zukunft hin“, so Stefan schmunzelnd.

Eine besondere Herausforderung für Tanzlehrer und –schüler sind die Trendkurse. „Tango und Salsa, zum Beispiel, kann man zwar erlernen, aber man muss sie auch fühlen“, so Veronika und Stefan übereinstimmend.

So wie das Tanzen allgemein sehr viel mit Gefühl und Leidenschaft zu tun hat. „Man muss für diesen Beruf ‚brennen’, man muss ihn lieben“, fasst Peter Pohl zusammen. „Wir arbeiten, wenn viele Freizeit haben. Menschen kommen zu uns, um Spaß zu haben, um sich wohl zu fühlen, um zu zweit oder mit Freunden ein paar schöne Stunden zu verbringen. Diese Wohl-Fühl-Atmosphäre müssen wir schaffen und dabei auch noch etwas auf dem Parkett beibringen.“ Eine Herausforderung, die nicht alle meistern, die ihre Tanzlehrerausbildung beginnen, so berichtet der erfahrene Tanzlehrer Pohl. „Aber, ganz ehrlich, ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen und würde ihn sofort wieder ergreifen.“

Nachdem die beiden Pohl-Söhne ihre Zukunft nicht in der Tanzschule gesehen haben, waren Heidi und Peter Pohl sehr glücklich, dass zwei ihrer Tanzschüler die Traditionstanzschule weiterführen. „Wir sind davon überzeugt, dass Veronika und Stefan sie mit derselben Leidenschaft und Kreativität weiterentwickeln“, so die ‚Tanz-Pensionäre’. „Sie sind beide in der Region verwurzelt, wissen, wie die Menschen hier ‚ticken’, sind offen für neue Trends und haben Partner die auch bereit sind, die für Tanzlehrer ‚normale’ Arbeitszeiten, abends und am Wochenende, zu akzeptieren. So können sie ihren Traumberuf mit genauso viel Herzblut ausüben, wie wir es getan haben“, so Heidi und Peter.

Der Alltag hat Veronika und Stefan schon ganz im Griff. Neben den Tanzstunden fällt auch viel Organisatorisches und Büroarbeit an. Das kannten sie zwar von Heidi und Peter, aber nun selbst zu entscheiden, zu organisieren, zu verhandeln und die Finanzen im Auge zu behalten ist eine neue Dimension. In diese steigen beide nun hochmotiviert und bestmöglichst vorbereitet ein, denn sie durften früher schon eigene Ideen umsetzen, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Besser kann man eine Nachfolge nicht vorbereiten, da sind sich die beiden jungen Tanzschulinhaber einig. Und, Heidi und Peter sind ja nicht ‚aus der Welt’. Mit Rat und Zeit stehen sie ihren Nachfolgern gerne so lange zur Verfügung wie sie es wünschen – und – wie es der enge Golfplatz-Zeitplan zulässt. „Wir genießen unsere neu gewonnene Freizeit“, so die beiden Pohls, „und freuen uns auf die Jahre, die wir noch gemeinsam mit unserer Familie, auf dem Golfplatz oder beim Reisen verbringen“.

„Wir haben mit Veronika und Stefan die Besten gefunden“, so Heidi und Peter einstimmig. Die Tatsache, dass viele Tanzpaare über Jahre hinweg gekommen sind und sich auch jetzt eine Freizeit ohne den Tanzkreis in Ansbach oder Gunzenhausen vorstellen können, ist der beste Beweis dafür, dass die Tanzschule in ihrem Sinne kontinuierlich weitergeführt und –entwickelt wird.

Das werden Veronika und Stefan auch tun, denn sie können beiden nicht nur traumhaft gut tanzen, sondern begeistern mir ihrer Leidenschaft und ihrer sympathischen Kommunikationsfähigkeit zum ‚Träumen mit den Füßen’.

Anmeldung und Kontakt zu allen Tanzkursen:

www.tanzschule-mb.de

Oberhäuserstraße 7
91522 Ansbach
Telefon: 09 81-61 9 71

Hensoltstraße 10
91710 Gunzenhausen
Telefon: 0 98 31-21 20