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Auch Schwabach und Neumarkt haben die Preisstufe D

Im Zusammenhang mit Veröffentlichungen zum Ansbacher Busverkehr ruft die Ansbacher Bäder und Verkehrs GmbH (ABuV) dazu auf, mit korrekten Vergleichszahlen zu argumentieren. Auch in Zeiten des Vorwahlkampfs bittet man um Sachlichkeit und Objektivität.

Weniger Fahrgäste in Klein- und Mittelstädten

Wie eine aktuelle Statistik des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen VDV belegt, gehen die Fahrgastzahlen im ländlichen Raum und in Klein-/Mittelstädten in ganz Deutschland zurück. Nur in Großstädten und im Schienenverkehr wachsen die Fahrgastzahlen.

Fairer Vergleich der Leistungen

Um das Preis-Leistungsgefüge des Ansbacher ÖPNVs zu bewerten, empfiehlt die ABuV den Vergleich der Kennzahlen mit ähnlich großen Städten. Eine entsprechende Aufstellung hat der VGN erarbeitet. Für Ansbach werden darin 655.000 Betriebskilometer und 1,6 Mio. Fahrgäste ausgewiesen. Für Neumarkt sind es 480.000 Betriebskilometer und 710.000 Fahrgäste. Schwabach liegt bei 515.000 Buskilometern und 1,1 Mio. Fahrgästen. In allen drei Städten gilt die Tarifstufe D.

Um den Ansprüchen der Fahrgäste gerecht zu werden, achtet die ABuV auch auf die Ausstattung der Fahrzeuge. Dabei handelt es sich durchgängig um Niederflurbusse, die behindertengerecht mit Kneeling-Funktion und mechanischen Rollstuhlrampen ausgestattet sind. Mit dem Fahrgast-TV und dem kostenfreien WLAN in allen Fahrzeugen bietet man einen zusätzlichen, zeitgemäßen Service, mit dem die ABuV bayernweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Umwelt- bzw. Klimaschutz ist der ABuV besonders wichtig. Deshalb sind bereits zwei Erdgasbusse, die mit Bioerdgas fahren, im Einsatz. Der dritte Erdgasbus wird derzeit für den Linienbetrieb vorbereitet.

Finanzierung muss gewährleistet sein

Auch wenn im Vergleich zu anderen Städten ähnlicher Größe im VGN das Preis-Leistungsverhältnis des Ansbacher ÖPNV also nachweislich ins Gefüge passt, sieht die ABuV, wie schon mehrfach veröffentlicht, Potenzial für Verbesserungen. „Unsere Vorschläge, wie beispielsweise ein durchgängiger 20-Minuten-Takt oder ein Busbeschleunigungssystem, würden das ÖPNV-Angebot sicher deutlich attraktiver machen, wodurch neue Fahrgäste gewonnen werden könnten“, so Robert Hlava, Pressesprecher der ABuV. Allerdings entstünden hierfür Mehrkosten in Höhe von mehreren Mio. Euro. „Eine Umsetzung ist deshalb nur unter der Voraussetzung möglich, dass von Seiten der Stadt Ansbach für eine ausreichende Finanzierung gesorgt ist.“