Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer eröffnet die Verkehrskonferenz A6. Alle Fotos: © Michael Vogel

 

 

Vehemente Forderung bei der Verkehrskonferenz: Schneller Ausbau der A6 mit gutem Lärmschutz

 

Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer hatte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, vom Bauernverband und Medien zur Verkehrskonferenz zum Ausbau der A6 geladen. Helmut Arndt, Leiter der Autobahndirektion Nordbayern informierte ausführlich den neuesten Sachstand über die Möglichkeiten eines schnelleren Baubeginns.

Der Gastgeber machte schnell klar, dass es nicht eine Frage der Finanzen oder Planung sondern der Priorität sei. Der Abschnitt der A6 vom Autobahnkreuz Feuchtwangen bis Schwabach ist im Bundesverkehrswegeplan bis 2030 als „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft. Das bedeutet, dass die Planung und der Bau erst ab 2030 begonnen wird.

Artur Auernhammer wies darauf hin, dass derzeit verschiedenste Straßenbauprojekte nicht realisiert werden können und deshalb auf Bundesebene genug Geld vorhanden ist. „Wir können bauen was wir wollen – vorausgesetzt, die Planungen sind abgeschlossen”. Das Planungsrecht ist vorhanden und die dringende Notwendigkeit der Maßnahme ist festgestellt. Letzteres ist bei der A6 kein Problem.

In der Verkehrsprognose bis 2030 wird mit einer Zunahme des durchschnittlichen Tagesverkehrs um ca. 25 % gerechnet (von derzeit ca. 55.000 auf über 70.000 Fahrzeuge pro Tag auf der A6). Die Leistungsfähigkeit der Autobahn sowohl für den Personen- als auch für den Schwerlastverkehr ist jetzt fast ausgeschöpft. Um die täglichen Staus und Behinderungen auf dem Streckenabschnitt von Schwabach bis zum Autobahnkreuz Feuchtwangen zu verringern wird abschnittsweise der Standstreifen als zusätzliche Fahrbahn ausgewiesen und die Nutzung über Geschwindigkeitsbegrenzungen geregelt.

Viele der anwesenden Bürgermeister waren sich einig, man habe zu lange gewartet um auf die zusätzliche Verkehrs- und Lärmbelastung aufmerksam zu machen. Der Verkehrskollaps findet nämlich nicht nur auf der Autobahn – sondern bei Staus oder Unfällen – auch auf den Ausweichstrecken statt. Meist führen sie durch die angrenzenden Orte und Städte und dann geht stundenlang nichts mehr. Das wollen weder die Bürger noch die politischen Vertreter weiter hinnehmen.

Dazu appellierte der Lichtenauer Erste Bürgermeister Uwe Reißmann sinngemäß: “In unserer Region müssen alle Kommunen und Verbände zusammenarbeiten, damit ein Ausbau der A6 möglichst schnell zustande kommt und in Berlin unsere Forderung verstanden wird!” Er wies auf die unakzeptable Situation der lärmgeplagten Bürger hin, die entlang der Autobahn in verschiedensten Orten wohnen.

Laut Autobahndirektion wird beim sechsstreifigen Ausbau teils ein bis 8 Meter hoher Lärmschutzwall gebaut sowie andere Möglichkeiten realisiert um die Fahrgeräusche durchschnittlich um ca. 10 db zu. verringern – aber nur, wenn der Ausbau erfolgen wird.

Die Anwesenden zeigten sich einig: Der A6-Ausbau wird nur in deutlich kürzerer Zeit zu realisieren sein, wenn alle Vertreter entlang der A6 zusammen in Berlin vehement fordern, dass ein rapider Ausbau gewünscht ist und die gesamte Region dahinter steht. Man müsse die Gunst der Situation nützen, da es dafür jetzt die fininanziellen Mittel gebe.

Eine mögliche Jahreszahl zur Fertigstellung wollte Helmut Arndt nicht nennen, da zu viele Faktoren eine Rolle spielen würden. Dennoch ist keine Zeit mehr zu verlieren.

 

Fotos:

Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer

Helmut Arndt, Leiter der Autobahndirektion Nordbayern

Landrat Dr. Jürgen Ludwig, MdB Artur Auernhammer und Helmut Arndt