Mittelfrankens Bezirkstagspräsident Richard Bartsch (Mitte) übergab jetzt die Urkunde zur Denkmalprämierung durch den Bezirk Mittelfranken 2017/2018 an Burgoberbachs Pfarrer Johann Reicherzer (rechts) und Bürgermeister Gerhard Rammler (links). Foto: © Julia Krieger, Bezirk Mittelfranken

 

BURGOBERBACH (an)Von 2013 bis 2017 wurde in Burgoberbach (Landkreis Ansbach) die ehemalige Wallfahrtskirche und heutige katholische Nebenkirche St. Leonhard im Rahmen einer Generalsanierung weitgehend modernisiert. Für die katholische Pfarrei St. Nikolaus Burgoberbach gab es für den Erfolg der aufwändigen Maßnahme jetzt eine ganz besondere Auszeichnung. Bezirkstagspräsident Richard Bartsch übergab die Urkunde für die Denkmalprämierung 2017/2108 durch den Bezirk Mittelfranken an Pfarrer Johann Reicherzer und Bürgermeister Gerhard Rammler.

Bemerkenswert ist unter anderem die Holzkassettendecke des barocken Innenraumes. Foto: © Michael Alban, FO

Das heutige Gotteshaus wurde wohl ab dem Jahre 1419 in spätgotischer Ausprägung an Stelle eines Vorgängerbaus errichtet, 1487 wurde St. Leonhard geweiht. Der Innenraum der lange Zeit außerhalb des Ortes gelegenen und dem Schutzpatron der Reiter und Pferde St. Leonhard von Limoges gewidmeten Wallfahrtskirche – daran erinnert noch heute der Leonhardi-Ritt Anfang November – präsentiert sich hingegen weitestgehend barock. So stammt etwa der Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert. Einige Ergänzungen stammen zudem aus späteren Jahrhunderten. Markant ist im Innenraum dabei unter anderem die Holzkassettendecke sowie einige Hufeisen als historische Votivgaben, auch an der Haupttür. Im Zuge der unter anderem vom Bistum Eichstätt und der Gemeinde Burgoberbach bezuschussten Generalsanierung wurde im Außenbereich die durch Feuchtigkeit geschädigte Fassade saniert, sowie das Dachwerk und der Turmhelm repariert und die beiden Dächer neu eingedeckt. Eine umfangreiche Sanierung des Innenraums im zweiten Bauabschnitt umfasste neben der Erneuerung der Bestuhlung und der Installation auch die fachgerechte Restaurierung der historischen Innenausstattung. Hier brachten sich zahlreiche Burgoberbacher Bürger mit Spenden ein, zudem wurde – wann immer möglich – auch tatkräftig mitgearbeitet. Ein seinerzeit von Pfarrer Klaus Gruber initiierter Förderverein sammelte auch unter seinen Nachfolgern Stefan Wingen und Johann Reicherzer bei verschiedenen Veranstaltungen Geld für die Baumaßnahme, die auch die Pfarrgemeinde St. Nikolaus viel Geld kostete.