Die Gemeinde Röckingen am Hessenberg hat seit Freitag, 23. März keine eigene Grundschule mehr. Die Schüler verabschiedeten sich mit einem Luftballon-Massenstart. Foto: Michael Alban, FO

RÖCKINGEN (an) – Am heutigen Freitag, 23. März starteten die bayerischen Schüler in die verdienten Osterferien. Nach zwei Wochen Pause vom Lernen kehren sie dann am 9. April wieder zurück. Nicht so in der Hesselberggemeinde Röckingen. Dort schloss heute Mittag die Schule für immer ihre Pforten. Zum Abschied gab es einen großen Luftballon-Massenstart und eine Brotzeit für die Kinder in der zweiten Pause.

Vertreter des Elternbeirates und der Elternschaft hatten rund 50 Luftballons organisiert, die an die Schüler verteilt wurden. Foto: Michael Alban, FO

Die Grundschule in Röckingen gehört schon seit einigen Jahren zur Grundschule im benachbarten Wassertrüdingen, bis jetzt wurden dort aber noch 65 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 2 und 3 in dem aus dem Jahre 1994 stammenden Schulhaus unterrichtet. Die erste Klasse startete im Schuljahr 2017/2018 bereits am neuen gemeinsamen Schulstandort Wassertrüdingen. Nach den Osterferien werden nun wieder alle Schüler aus Röckingen einen gemeinsamen Schulweg haben. Laut Schulleitung erfolge der Umzug der Röckinger Schule zum jetzigen Zeitpunkt, da man erst die Beendigung der Umbaumaßnahmen an der Wassertrüdingen Schule habe abwarten müssen. Deshalb schließe die ehemals selbständige Grundschule mitten im Schuljahr, im Innern stünden schon die Umzugskisten bereit.

Die Schüler freuten sich sichtlich über die Luftballons und die Brotzeit zur 2. Pause. Foto: Michael Alban, FO

Vertreter des Elternbeirates hatten zum letzten Schultag Dutzende Luftballons und eine Brotzeit für die Schüler mitgebracht. Im Rahmen einer kleinen Zeremonie wurden die mit Helium gefüllten Luftballons von den Schülern zeitgleich losgelassen. Einige Eltern, sowie ein ehemaliger Lehrer und ein langjähriger Pfarrer hatten sich aus diesem Anlass mit Vertretern des Gemeinderates an der Schule eingefunden. Röckingens Bürgermeister Martin Schacher hatte neben einem Fotoapparat auch gleich ein bißchen Papierkram mitgebracht: er nahm die Ablesung der Verbrauchszähler an dem der Gemeinde gehörenden Gebäude zum letzten Betriebstag als Schule vor.

Bürgermeister Martin Schacher (Bildmitte im Gespräch mit Eltern) nahm als letzte Amtshandlung an der Schule die Ablesung der Verbrauchszähler vor. Foto: Michael Alban, FO