Luftrettungsstation in Sinnbronn. Foto: © Michael Vogel

 

 

SINNBRONN (pm/an) – Der im Dinkelsbühler Stadtteil Sinnbronn stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 65“ musste im abgelaufenen Jahr 2017 insgesamt 1.540 mal abheben, um Menschen in Not mit einem schnellen Transport in ein Krankenhaus zu helfen. Dies teilte jetzt der Betreiber des Rettungshubschraubers, die ADAC Luftrettung gGmbH in einer Pressemitteilung mit.

Damit kam der seit 2015 in Sinnbronn beheimatet Hubschrauber vom Typ Airbus Helicopters EC 135 (ein leichter zweimotororiger Mehrzweckhubschrauber mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 230 km/h) etwas seltener zum Einsatz, als im Vorjahr. 2016 hatten der Hubschrauber und seine Besatzungen noch 1.684 Einsätze absolviert, im ersten Betriebsjahr waren es 407.

Das ärztliche Personal setzt sich aus Kräften des Klinikums Altmühlfranken, des Klinikverbundes ANregiomed gKU und dem Rettungsdienstbereich Ansbach des Bayerischen Roten Kreuzes zusammen. Die Alarmierung erfolgt über die Intergrierte Rettungsleitstelle (ILS) in Ansbach. „Christoph 65“ steht nach „Christoph 18“ (stationiert im unterfränkischen Ochsenfurt) mit 1.926 Einsätzen und „Christoph 20“ (stationiert im oberfränkischen Bayreuth) mit 1.688 Einsätzen an Platz drei der bayernweiten Einsatzstatistik des ADAC.

Im Freistaat gibt es acht von insgesamt 37 ADAC-Luftrettungsstationen. Diese leisteten 2017 rund 54.500 Einsätze, den größten Anteil hatte dabei die Luftrettung im Freistaat mit 12.971 Einsätzen. Speziell „Christoph 65“ fliegt aufgrund der geografischen Lage des öfteren aber auch über die Landesgrenze hinweg nach Baden-Württemberg.

Der erste reguläre Betrieb eines Rettungshubschraubers „Christoph 1“ startete im Jahre 1970 in München, auch damals war der ADAC schon als Partner mit von der Partie.

Die einheitliche Bezeichnung „Christoph“ geht übrigens auf den Kirchenheiligen „Christophorus“ zurück, den Nothelfer und Schutzpatron der Autofahrer. So tragen auch in anderen europäischen Ländern Rettungshubschrauber den gleichen Namen wie in Deutschland, so fliegen etwa im benachbarten Tschechien mehrere „Krystof“-Hubschrauber. Im grenznahen Bereich wird zudem seit 1998 die Kennzeichnung „Christoph Europa“ verwendet.