Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sucht Hilfe und Unterstützung oder möchte sich informieren, was zu tun ist

 

Die Polizeiliche Kriminalprävention geht mit neuen Medien, umfassenden Informationen im Internet sowie einem  Erklärvideo an den Start.   

Wer Opfer einer Straftat geworden ist, sucht Hilfe und  Unterstützung oder möchte sich informieren, was zu tun ist oder  welche Rechte in Anspruch zu nehmen sind. Die Polizei bietet dazu  jetzt Handzettel zu verschiedensten Delikten, dazu passende Plakate  sowie neue Internetinhalte und ein Erklärvideo an.

Einbruch, sexuelle Gewalt, Stalking, Raub, Häusliche Gewalt,  Körperverletzung sowie Hass und Gewalt sind Bereiche, in denen man  schnell zum Opfer werden kann. Mit den neu entwickelten  Informationsmedien der Polizei erhalten Opfer und Geschädigte sowie  Angehörige und Interessierte die Möglichkeit, sich frühzeitig über  konkrete Fragen des Opferschutzes, der Opferrechte sowie den Ablauf  des Ermittlungs- und Strafverfahrens zu informieren. Darüber hinaus  können sie schnell auf Informationen zu weiterführenden Angeboten der Opferhilfe und polizeiliche Maßnahmen des Opferschutzes zugreifen.  „Die große Nachfrage nach polizeilichen Informationen und  Empfehlungen zu verschiedenen Kriminalitätsformen zeigt, wie wichtig  Sicherheit für die Bevölkerung ist“, sagt Gerhard Klotter,  Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des  Bundes. „Mit unseren aktuellen Medien und Informationen zum  Opferschutz, die bislang in dieser kompakten Form bundesweit noch  nicht vorlagen, möchten wir als Polizei der „EU-Richtlinie über  Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten“ gerecht werden und neben der Orientierung vor  allem Hilfestellung geben“, so Klotter.

Dabei legt die Polizeiliche  Kriminalprävention besonderen Wert darauf, dass die Medien leicht  online zu finden, zu verstehen und zu bestellen sind. So wurden die  Handzettel sowie das Faltblatt für Zuwanderer explizit für den  Zeitraum vor der Anzeigenerstattung konzipiert und sollen vor allem  Hemmschwellen hinsichtlich einer Anzeigenerstattung abbauen und eine  Steigerung der Anzeigebereitschaft erreichen. Jeder der Handzettel  enthält sieben bis zehn Hinweise, welche den Opfern und deren  Angehörigen Orientierung und Unterstützung bieten.

Die Rubrik „Opferinformationen“ innerhalb des Internetauftritts  der Polizeilichen Kriminalprävention www.polizei-beratung.de wurde  neu gestaltet und inhaltlich erweitert. Hinzugekommen sind folgende  Bereiche: Ablauf eines Strafverfahrens, Hasskriminalität, Politisch  Motivierte Kriminalität, Menschenhandel, Cybercrime sowie  Opferrechte.    Zu den einzelnen Deliktsbereichen gibt es jeweils umfangreiche  Grundinformationen, Hilfe und Unterstützung für Opfer und Angehörige, Informationen, wie ein Strafverfahren abläuft und Verlinkungen zu  Hilfsorganisationen oder weiterführenden Informationen.

Ein Novum ist das eigens zum Thema entwickelte Erklärvideo: Anhand von ausgewählten Delikten werden verschiedene Opferrechte näher  erläutert und anschaulich dargestellt. Ziel des Erklärvideos ist, die Anzeigenbereitschaft von Opfern und deren Angehörigen zu steigern und den Opferinteressen Rechnung zu tragen.

Das Video kann unter
www.polizei-beratung.de/opferinformationen
sowie im YouTube-Channel  der Polizeilichen Kriminalprävention unter
https://www.youtube.com/user/Polizeipraevention angeschaut werden.

Die Medien des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der  Länder und des Bundes werden in den Bundesländern über (Kriminal-)  Polizeiliche Beratungsstellen oder bei Vorträgen, Aktionen oder  Messen kostenlos an die Bevölkerung sowie an Fachkräfte,  beispielsweise Pädagogen, verteilt.

Zudem liegen sie anlassbezogen in öffentlichen Einrichtungen aus.
Alle Medien sind auch online  bestellbar unter: www.polizei-beratung.de/medienangebot/