Fotos: Freiwillige Feuerwehr Ansbach

 

Niederschläge sorgen für Großschadensereignis

Die Niederschläge der vergangenen Tage und der starke Regen am gestrigen Abend haben in Ansbach ab etwa 20 Uhr zu massiven Überschwemmungen und einem Großeinsatz von etwa 350 Frauen und Männern der örtlichen Feuerwehren und Hilfsorganisationen gesorgt. Zirka 50 Einsatzstellen wurden im Laufe des Abends und in der Nacht von der Integrierten Leitstelle Ansbach im Stadtgebiet registriert.

Am stärksten betroffen war der Bereich um die Dombachstraße im Ansbacher Westen, welcher von der Feuerwehr als eigenständige Einsatzstelle geführt wurde. Binnen kürzester Zeit stauten sich im angrenzenden Dombachtal die Wassermassen, die durch die durchnässten Böden nicht mehr aufgenommen werden konnten, zu einem etwa 30 bis 40 Meter breiten Fluss, der sich in der Folge in den Dombachabfluss und auch in die Dombachstraße ergoss.

Überflutet wurden dabei nach Angaben des örtlichen Einsatzleiters Stadtbrandrat Horst Settler neben Garagen und Gärten auch Nebenstraßen und die Kellerräume von etwa 20 bis 30 Häusern. Der Pegelstand in der Dombachstraße betrug zeitweise bis zu 60 Zentimeter. Von einer Evakuierung der betroffenen Anwohner konnte jedoch abgesehen werden.

Weitere Überflutungen wurden unter anderem am Rezatparkplatz, in der Richard-Wagner-Straße sowie am Aquella-Freibad festgestellt. Im Einsatz waren Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet Ansbach und dem Landkreis Ansbach, das Technische Hilfswerk sowie das Bayerische Rote Kreuz mit den zugehörigen Schnelleinsatzgruppen und die Füh-rungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Ansbach.

Die Hilfsmaßnahmen dauern derzeit noch an. Allein in der Dombachstraße waren in der Nacht bis zu 100 Helfer gleichzeitig im Einsatz.