Die Kommandanten des Feuerwehrinspektionsbezirkes Ansbach-Land 4 trafen sich jetzt zur Jahresversammlung in Burgoberbach.
Alle Fotos: © Michael Alban

 

 

BURGOBERBACH (an) – Zum Ablauf des aktuellen Kalenderjahres finden im Landkreis Ansbach in jedem Jahr Feuerwehrkommandantenversammlungen für die einzelnen Inspektionsbezirke statt. Die Kommandanten der Inspektion Ansbach-Land 4 – mit rund 78 Freiwilligen Feuerwehren für den ganzen westlichen Landkreis Ansbach bis zur Landesgrenze nach Baden-Württemberg zuständig – trafen sich jetzt zu ihrer Jahrestagung in der neu renovierten Turnhalle in Burgoberbach.

Kreisbrandinspektor Holger Frohwieser konnte berichten, dass der Inspektionsbezirk für 13 Gemeinden mit rund 48.000 Einwohner zuständig sei. Die Mitgliederzahlen seien mit aktuell 2.869 aktiven Männern und Frauen leicht angestiegen. Leicht zugenommen hätte auch die Zahl der Jugendfeuerwehrgruppen (53 statt 51 im Jahre 2016), stark angestiegen sei erfreulicherweise die Zahl der Kinderfeuerwehren (sieben statt drei im Vorjahr). Die Inspektion verfüge wie gehabt über zwei Spezialeinheiten, einen Gefahrgutzug für den westlichen Landkreis sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) für den gesamten Landkreis.

Die Wehren des Inspektionsbezirkes mussten im abgelaufenen Jahr zu 480 Einsätzen ausrücken, darunter 133 Bränden und 219 Technischen Hilfeleistungen. Zugenommen hätte hier wie schon in den Vorjahren die Zahl der Einsätze als „First Responder“ der Integrierten Leitstelle, wenn keine anderen Rettungskräfte verfügbar seien. Hier mache sich die Erste-Hilfe-Ausbildung der Feuerwehrkräfte besonders bezahlt. Ein Großteil der Arbeit finde – unter dann erschwerten Bedingungen – auf den Autobahnen A6 und A7 statt. Hier musste 2017 52 mal ausgerückt werden, wichtig sei hier immer die Absicherung der Rettungskräfte, beispielsweise durch entsprechende Signalanhänger.

Neben den Einsätzen im Ernstfall hatten die ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden zudem zahlreiche Aus- und Fortbildungen absolviert. 53 Gruppen absolvierten die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“, zwölf Gruppen die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“. In diesem Zusammenhang dankte der Kreisbrandinspektor allen Ausbildern der Inspektion, die eine flächendeckende Ausbildung in verschiedenen Fachbereichen ermöglicht hätten. Neu wird 2018 eine Unterstützung der Integrierten Leitstelle bei „nicht zeitrelevanten Einsätzen“, wie etwa Hochwasser sein, hierzu werde eine Koordinierungszentrale im Inspektionsbezirk Ansbach-Land 4 eingerichtet.

Angesicht des umfangreichen Berichtes des Kreisbrandinspektors gratulierte dessen Chef, Kreisbrandrat Thomas Müller zu der „beeindruckenden Bilanz“ im Inspektionsbezirk. Lobende Worte für die Floriansjünger gab es auch vom Hausherrn, Burgoberbachs Bürgermeister Gerhard Rammler und dem zuständigen Sachgebietsleiter beim Landratsamt, Jörg Scherbaum. Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Bitter gab zudem einen kurzen Bericht vom Feuerwehrnachwuchs. Insgesamt hätten sich im Landkreis 233 Jugendliche dem Wissenstest unterzogen, 88 hätten die Jugendflamme abgelegt, zwölfmal sei die Bayerische Jugendleistungsspange verliehen worden.

 

Kreisbrandrat Thomas Müller lobte die „beeindruckende Bilanz“ der 78 Feuerwehren im Inspektionsbezirk.

Kreisbrandinspektor Holger Frohwieser (stehend) informierte über die Aktivitäten der Wehren im abgelaufenen Jahr 2017. Rechts im Bild Bürgermeister Gerhard Rammler und Kreisbrandrat Thomas Müller.

Für die Besatzung des Gefahrgutzuges gab es 2017 eine Weiterbildung zum Thema „Strahlenschutz“, erfuhren die versammelten Kommandanten.

Kreisjugendfeuerwehrtwart Ralf Bitter informierte über die Aktivitäten der Jugendwehren im gesamten Landkreis Ansbach.