Alle Fotos: © Michael Vogel

Bestes Herbstwetter sorgt für einen regen Besuch des Mittelaltermarktes in Feuchtwangen

 

Nach der Eröffnung des Marktes durch Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh mit musikalischer Unterstützung vom Spielmanns- und Fanfarenzug „Markgräfliche Jäger“ strömten die Besucher in den Wiesengrund an der Sulzach. Dort warteten die Schausteller, Gaukler, Handwerker wie Waffenschmiede, Wollspinner, Glasbläser, Drechsler und viele mehr.

Für den stilgerechten Ausflug ins Mittelalter wurde den Damen die Ausstattung vom Kleid, Mieder, Mantel, Mützen bis zum Schmuck alles feilgeboten. Auch für die Herren gab es Beinbekleidung, Wams oder Wollhemden ebenso um die Zeit vor 500 Jahren hautnah fühlen zu können. Das Kettenhemd und den „Sixpack to go“ aus Leder (soll unter eng anliegendem Pulli viel hermachen) wurde angeboten und man konnte sich bis zu den Zähnen mit Messern, Dolchen und Schwertern bewaffnen. Wem das zu wenig war, der konnte sich noch mit Brustpanzer, Eisenhandschuhen und Kampfhelm für schwere Zeiten ausrüsten.

Auch für den Gaumen wurde Köstliches vorbereitet und die Düfte versprachen viel Genuß. Die Besucher konnten sich auch ein Bild vom Lagerleben der Ritter, Knechte und wilden Horden machen oder selbst angepasst gekleidet kommen. So war es nicht verwunderlich, dass man häufig auf Prinzessinnen, edle Herren oder Darstellern aus bekannten Filmen wie z.B.: „Herr der Ringe“ traf. Auch einige königstreue schwedische Prodagonisten, die eigentlich erst hundert Jahre später auftauchen dürften, kamen eigens aus der freien Reichsstadt Dinkelsbühl herbeigeeilt und irrten durchs späte Mittelalter.

Zum Hören gab es ebenfalls aus  Blas- und Trommelinstrumenten, die den ehemaligen Instrumenten nachempfunden sind. Ein Höhepunkt waren sicher die „Kilkenny Knights“ mit ihren (sehr modernen) rhythmischen, irisch und schottischen Volksmusikklängen. Auch alle anderen Bands begeisterten ihr Publikum.

Und wer beim Schlendern vorbei an den vielen Ständen durstig wurde konnte in einer der Tavernen einkehren. Für die Bespaßung der Kinder war ebenfalls georgt: Kamelreiten, Vogelschau mit Eulen und Uhu, Bogenschießen, Schmieden, Karussell und ein „Mini“-Riesenrad sorgten für Abwechslung und Unterhaltung.

Zugegeben, für ernsthafte Historiker ist der Spektakel nichts, da wenig einer Historien-Prüfung standhält. Es geht um Mittelalter spielen und die Phantasien treiben so manche Blüten. Doch den Besuchern und den Darstellern macht es riesig Spaß.