Jüngste Abrechnung ergab: Bezirk Mittelfranken zahlte für die überörtliche Sozialhilfe im Jahr 2016 rund 651 Millionen Euro

Ansbach – Laut dem Abrechnungsergebnis des Sozialreferats des Bezirks Mittelfranken gab dieser 2016 rund 651 Millionen Euro für die überörtliche Sozialhilfe aus, das sind rund 34 Millionen Euro mehr als 2015. Größte Posten bei den Sozialhilfe-Ausgaben sind erneut mit über 483 Millionen Euro die stationäre und ambulante Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.

Für die stationäre Eingliederungshilfe zahlte der Bezirk im Jahr 2016 401 Millionen Euro (brutto). Davon profitierten in Mittelfranken 14.246 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie leben, wohnen und arbeiten in insgesamt 257 Werkstätten, Wohnheimen und Tagesstätten verschiedenster Träger. Rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen kümmern sich um ihr Wohlergehen. Ihr Gehalt finanziert größtenteils der Bezirk Mittelfranken.

Im Rahmen der ambulanten Eingliederungshilfe bekommen rund 14.200 Menschen mit Behinderung Unterstützung, damit sie ein möglichst selbst-bestimmtes, eigenverantwortliches Leben führen können. Hierzu zählen beispielsweise die Betreuung in ambulanten Wohnformen, die Frühförderung von Kindern im Vorschulalter oder der Behindertenfahrdienst. Für die ambulante Eingliederungshilfe hat der Bezirk rund 82 Millionen Euro ausgegeben.

Zu den Aufgaben des Bezirks Mittelfranken als überörtlicher Sozialhilfeträger zählt außerdem die Hilfe zur Pflege. Hier übernimmt der Bezirk Mittel-franken die Kosten der Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung, soweit diese nicht durch eigenes Einkommen und Vermögen bzw. Leistungen der Pflegekassen gedeckt werden können. Die Ausgaben hierfür lagen bei rund 124 Millionen Euro (brutto). Mit dem Geld finanzierte der Bezirk die Betreuung von 6.442 Seniorinnen und Senioren in 252 Alten- und Pflegeheimen in der Region.