… so lautete das Fazit von Professor Dr. Henri Ménudier aus Paris von der berühmten Universität Sorbonne, der die Festrede und ein Plädoyer zur deutsch-französischen Freundschaft zum 30-jährigen Jubiläum des Clubs der Freunde von Anglet hielt. Er kannte Helmut Kohl sehr gut und war Berater einiger französischer Präsidenten. Derzeit reist er durch Mittelfranken und hält Vorträge und Diskussionsrunden und versteht es als seine Pflicht, die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich zu pflegen und zu vertiefen.

Der Verein des Clubs der Freunde von Anglet wurde am 24. Juli 1987 im ehemaligen Sportzentrum von Oberbürgermeister Dr. Zumach, Herbert Kellner und weiteren 42 Ansbacher Bürgern kommissarisch gegründet. Der Vorstand war Herbert Kellner, Käthe Mackert als Stellvertreterin, Gerhard Roth als Schriftführer und Joachim Buttgereit als Schatzmeister, der am Festabend die Ehrenmitgliedschaft für 30 Jahre ehrenamtliche Vorstandtsarbeit verliehen bekam.

Der Grüne Saal der Orangerie war bis zum letzten Platz gefüllt, als ein eigens für den Festabend von der Präsidentin Elke Homm-Vogel initierter Projektchor des Vereins das Begrüßungslied anstimmte. Unter der Leitung und großem Engagement von Franziska Langer (ehem. Seidler) wurden eine Reihe von Liedern einstudiert, die auch die musikalische Umrahmung dirigierte.

Die Präsidentin Elke Homm-Vogel und ihre Kollegin aus Anglet, Christiane Desarnau von der AMICALE LES AMIS D’ANSBACH, begrüßten die Gäste aus Frankreich und Ansbach sowie die Vertreter der Politik.

Bezirkstagspräsident Richard Bartsch berichtete in seiner Rede von seinem Besuch Anfang Juni in Anglet und den überaus freundlichen Empfang von Bürgermeister Claude Olive und Jean Michel Barrate. Der Grund des Besuches war eine Gebietsreform in Frankreich und die neue Partnerschaftsregion von Mittelfranken ist jetzt Nouvel Aquitaine zu dem auch Anglet gehört. Bartsch überreichte den beiden Präsidentinnen eine Urkunde des Bezirks Mittelfranken für deasi 30-jährige Jubiläum.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel hob in ihrem Grußwort das große Engagement des Vereins hervor und dankte Elke Homm-Vogel für die vielen Aktivitäten. Besonders sei sie von dem jährlichen Weihnachtsmarkt angetan, dessen Erfolg sie erfreue und hoffe, dass er noch lange weiter geführt werde. Die Zeiten bei der Entstehung des Vereins seien damals unruhig gewesen genauso so wie heute, sagte sie und betonte, dass es deswegen darauf ankomme, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben und zusammenzuhalten.

Die Vertreter der Stadt Anglet, Florence Marceillac und Philipp Hemmert, verlasen einen Brief mit Glückwünschen von Anglets Bürgermeister Claude Olive an Elke Homm-Vogel, der ihr zur erfolgreichen Arbeit im Verein gratulierte und die wichtige Bedeutung der Städtepartnerschaft insbesondere auf der Ebene beider Vereine betonte.

Feierlich wurde es, als der Chor das „Europa-Lied“ (Freude schöner Götterfunken – Beethoven/Schiller) sangen und alle Anwesenden sich erhoben um in deutscher oder französischer Sprache mitzusingen. Spontan gingen auch die französichen Gäste aufs Podium und stimmten ihre baskische Nationalhymne und viele andere Lieder an.

Es gab auch eine Ehrung der besonderen Art: Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden Personen der ersten Stunde geehrt (siehe Bild in der Galerie unten). Maria und Wilhelm Maurer, Martha Ständer, Margit und Rüdiger Anlauf, Susanne Frieß, Ilse Zumach, Siegfried Link, Ilse Lunt, Gabriela und Jochen Buttgereit und der ehmalige Leiter des Ansbacher Amtes für Tourismus und Kultur Siegfried Blank. Homm-Vogel betonte: „Es ist eine Ehre, solche Menschen im Verein zu haben“.

Nach dem Essen gab es noch eine Überraschung: Die Gäste aus Frankreich hatten eine Geburtstagstorte zum Jubiläum von der Bäckerei Jahn in Ansbach mitgebracht.

Ein gelungene Feier, welche die deutsch-französiche Freundschaft der Partnerschaftsvereine vertieft hat und die als ein besonders starkes Zeugnis zum Frieden und zur Gemeinschaft in Europa gewertet werden muss.