stv. Vorstandsvorsitzender Hermann Meckler, Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Walther und Vorstandsmitglied Erwin Einzinger (v.l.n.r.) bei der Vertreterversammlung

 

VR-Bank Mittelfranken West eG stellt sich Herausforderungen

ANSBACH – Die Erfolgsgeschichte der VR-Bank Mittelfranken West eG setzt sich fort: Die Ergebnisse eines erfolgreichen Geschäftsjahres präsentierte der Vorstand auf der diesjährigen Vertreterversammlung.

Nach dem ersten vollen Geschäftsjahr der VR-Bank Mittelfranken West eG zog der Vorstand positive Bilanz. Mit 1.659 Millionen Euro hat sich die Bilanzsumme der regionalen Bank um 80 Millionen Euro bzw. 5,1 Prozent zum Vorjahr erhöht. Auch die Kundeneinlagen legten um 80 Millionen Euro oder 6,9 Prozent auf 1.244 Millionen Euro zu.

Infolge der faktisch nicht mehr vorhandenen Guthabenzinsen waren die Kunden verständlicherweise fast nur zu kurzfristig verfügbaren Anlagen bereit. Zusammen mit außerbilanziellen Anlagen in Wertpapierdepots, Investmentfonds, Bausparverträgen und Lebensversicherungen in Höhe von rund 900 Millionen Euro betreut die VR-Bank Mittelfranken West eG ein Volumen in Höhe von 2.148 Millionen Euro, das gegenüber dem Vorjahr um 123 Millionen Euro oder 6,1 Prozent angewachsen ist.

Der Region wurden im Jahr 2016 insgesamt Kredite über 245 Millionen Euro neu zur Verfügung gestellt. Bei gleichzeitigen Tilgungen in Höhe von 181 Millionen Euro erhöhte sich der gesamte Kreditbestand um 64 Millionen Euro auf 1.052 Millionen Euro. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 44.716. Dies entspricht einer Mitgliederquote von 56 Prozent. Diese erhalten aus dem Überschuss von 3,4 Millionen Euro auf ihre Geschäftsguthaben eine Dividende in Höhe von 225.000 Euro. Darüber hinaus erhalten sie zusätzliche Bonuszahlungen in Höhe von 704.000 Euro.

Im Bericht des Vorstandes machte der Vorstandsvorsitzende Dr. Walther deutlich, dass sich die Genossenschaftsbank derzeit in herausfordernden Zeiten bewege, sich diesen jedoch mutig stellen werde. Neben dem anhaltenden Nullzinsniveau sei es vor allem auch die zunehmende Regulatorik, die es den Banken erschwere, so der Vorstandsvorsitzende.

Zudem stelle das sich verändernde Kundenverhalten und die damit einhergehende Digitalisierungswelle eine völlig neue Herausforderung für die Genossenschaftsbank dar: „Die gesamte Gesellschaft wird sich verändern und es wird massive Folgen für die traditionellen Bank-Geschäftsmodelle geben“, betonte Dr. Walther. Doch die Bank lasse sich von diesen Herausforderungen nicht einschüchtern und wappne sich für die Zukunft: „Wir haben die richtige Beratung in Zeiten des Nullzinsniveaus. Das große Thema für uns alle ist der Aufbau einer Zukunftsvorsorge. Mit unserem in 2016 entwickelten VR-VorsorgeKonzept Plus sorgen wir dafür, dass unsere Mitglieder und Kunden möglichst früh ihre Altersversorgung aufbauen“, so der Vorstandsvorsitzende. Zudem stelle man sich den veränderten Kundenbedürfnissen und optimiere die Erreichbarkeit für Mitglieder und Kunden.

So hat sich beispielsweise das telefonisch erreichbare KundenServiceCenter mit bis zu 900 Anrufen am Tag und einer fallabschließenden Bearbeitungsquote von 80 Prozent zu einer der wichtigsten Anlaufstellen entwickelt.

Zudem stieg die Nutzung der VR-BankingApp im vergangenen Jahr mit circa 2 Millionen Anmeldungen und rund 4,7 Millionen Umsatzabfragen um über 100 Prozent an. Die Funktionen der App werden stetig erweitert. So sei neben der Abfrage des Kontostands oder der Umsätze auch das Versenden von Geld ohne TAN oder das Begleichen von Rechnungen per Fotoüberweisung möglich. Sie sei sozusagen die „Bank in der Hosentasche“.

„Die VR-Bank Mittelfranken West eG stellt sich den Herausforderungen und handelt. Wir warten nicht, bis wir unter Druck kommen. Genossenschaftlicher Geist ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitertragen des Feuers“, so Dr. Gerhard Walther.

Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Bettina Schacht (Ellingen), Helmut Engelhard (Burgoberbach) und Friedrich Wieth (Schillingsfürst) wurden im Rahmen der turnusgemäßen Wahlen als Mitglieder des Aufsichtsrats bestätigt. Die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Herta Herold (Rothenburg), Ekkehard Schwarz (Ansbach) und Helmut Trump (Wörnitz) schieden aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihr ehrenamtliches Engagement bedankte sich der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Guttendörfer ausdrücklich.