„Ja, meiner Franzi geht’s gut“, sagt Claudia Buck, Mutter einer quirligen Tochter, Franziska, 8 Jahre, mit Down Syndrom.

Beim Down Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, liegt eine Genommutation des 21. Chromosom vor, das in Teilen oder in seiner Gesamtheit dreifach vorliegt. Menschen mit Down Syndrom weisen typische körperliche Merkmale auf und sind ihn ihren kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt.

„Kurz nach der Geburt meiner Tochter hatte ich das Bedürfnis, für Menschen mit Down Syndrom etwas zu bewegen“. Und Claudia Buck hat schon viel bewegt: Als Vorsitzende des „Deutschen Down Syndrom Info Center“, mit Sitz in Lauf an der Pegnitz, aber vor allem als Sprecherin der Elterngruppe von Kindern mit Down-Syndrom im Landkreis Ansbach hat sie zusammen mit ihrer Gruppe in der Region viel erreicht. Sie ist Ansprechpartnerin für derzeit ca. 25 Kinder und ihre Familien, organisiert Vorträge, konzipierte eine Wander -Fotoausstellung, die durch die Städte Mittelfrankens tourt, motiviert die Kinder an einem Tanzkurs sowie einer Modenschau teilzunehmen und engagiert sich überall dort, wo sie die Menschen für ihre ‚Schützlinge‘ sensibilisieren kann. Dabei steht sie voll hinter dem Motto des Welt-Down-Syndrom–Tages am 21. März: „Meine Stimme, meine Gemeinschaft: Die Stimme von Menschen mit Down Syndrom und allen, die mit ihnen leben, lernen und arbeiten, soll noch her gehört werden!“

Viele wissen noch viel zu wenig über den Alltag der Betroffenen. Positiv stimmt Claudia Buck jedoch, dass sich, trotz immer präziser werdender vorgeburtlicher Diagnostik, viel mehr Eltern für ihr ungeborenes Kind mit Down Syndrom entscheiden. Waren es vor einigen Jahren nur 4 %, so sind es aktuell schon 10 %, die „Ja, wir haben es gewusst“ sagen. Wichtig für diese Eltern ist ein guter Start in den Alltag mit einem Down Syndrom Kind, denn dabei gibt es mehr Tiefen als Höhen.

Claudia Buck wünscht sich, dass auch für diese Kinder eine neue ‚Willkommenskultur’ entsteht, dass Frauen- und Kinderärzte die Eltern bestmöglich informieren und begleiten, dass Inklusion zum Alltag in Kitas, Kindergärten und Schulen wird, mit allen dafür notwendigen personellen und finanziellen Rahmenbedingungen, denn die Familien und viele Ehrenamtliche können diese große Aufgabe allein nicht stemmen.

Glücklich leben mit Trisomie 21 – das ist für Claudia Buck ein erreichbares Ziel, wenn alle gemeinsam ihre Stimme erheben! Wir unterstützen die Arbeit dieser engagierten und mutigen Frau sehr gerne!

Kontaktdaten: Claudia Buck, DS-Elterngruppe-Ansbach@gmx.de

Herzliche Einladung zu einer Infoveranstaltung an Ärzte und Klinikpersonal:
Mittwoch, 22. März 2017, 18 Uhr, Hochschule Ansbach (der Beschilderung folgen)
„Down Syndrom: Medizinische Besonderheiten und Empfehlungen zur Prophylaxe“.
Referent: Dr. Gerhard Hammersen, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin, Ärztl Leiter der Down Syndrom-Ambulanz an der Knopfschen Kinderklinik Nürnberg